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DIE URSPRÜNGE

Jungsteinzeit bis Bronzezeit

Die Geschichte der Besiedlung des Hügels von Tremona beginnt in der Jungsteinzeit, also 5.400 bis 3.400 Jahre vor unserer Zeitrechnung. Das ist durch zahlreiche Funde belegt, darunter Äxte aus Serpentin, Pfeilspitzen, große und kleine Klingen, Schabwerkzeuge aus Feuerstein und hunderte Scherben von Keramikgefäßen. Fragmente zahlreicher Gefäße in umgekehrter Glockenform bezeugen, dass Tremona auch in der Kupferzeit (3.400 bis 2.200 vor unserer Zeitrechnung) bewohnt ist, und auch in der anschließenden Bronzezeit (2.200 bis 900 vor unserer Zeitrechnung) existiert die Siedlung weiter.

Eisenzeit

Die bedeutendsten Spuren im Territorium hat die Siedlung jedoch in der Eisenzeit hinterlassen (900 vor unserer Zeitrechnung bis zur Ankunft der Römer). Gräber in Stabio und Ligornetto belegen das eindrucksvoll. Dieser Epoche werden zahllose Fundstücke aus den untersten Grabungsschichten der antiken Siedlung und aus der tiefen Erdspalte am Ende der Nordterrasse zugeordnet: Tausende Scherben von handgefertigten und gedrehten Keramikgefäßen, Bronzeohrringe und Fibeln, von denen einige möglicherweise vor Ort hergestellt wurden. Damit sind auch die handwerkliche Aktivität vor Ort und Handelsbeziehungen mit anderen Gegenden belegt.

Tremona zur Zeit des antiken Rom

Die Geschichte der Siedlung in römischer Zeit kann hingegen nur indirekt rekonstruiert werden. Es liegen keinerlei Dokumente vor und gegenwärtig kann keines der freigelegten Gebäude zweifelsfrei dieser Periode zugeordnet werden. Auch Keramiken, die sonst für die klassische Zeit zahlreich gefunden werden, fehlen fast gänzlich. Rund fünfzig Münzen aus dem 1. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung bis zum 4. Jahrhundert unserer Zeit, darunter ein Sesterz von Septimius Severus, wurden in der Erdspalte und den oberen Bodenschichten sowie in den mittelalterlichen Gebäuden gefunden, was doch darauf hindeutet, dass Tremona auch in römischer Zeit besiedelt und von nicht geringer Bedeutung war.